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Fitness in Bremen

Mit Einstein und Newton im Fitnessstudio

Warum Technik und Training perfekt harmonieren
Mal Hand aufs Herz und ganz ehrlich: Wer erinnert sich noch an den Physikunterricht in der Schule? Kraft gleich Masse mal Beschleunigung. Arbeit gleich Kraft mal Weg. Leistung gleich Arbeit durch Zeit. Energie gleich Arbeit durch Weg. Alles interessant und sicher wichtig, aber wie oft haben wir uns oder wurden wir von anderen gefragt: Wozu brauche ich das? Was werde ich später einmal damit anfangen können?

Tja, aber so unnütz ist ein grundlegendes Basiswissen um die Geheimnisse von Mechanik, Elektrik und Co. gar nicht. Besonders für alle, bei denen sich eine gesunde Neugier zum Thema Naturwissenschaften mit dem Bedürfnis nach Körperertüchtigung mischt, haben wir eine kleine Liste von Fitnessformen und Fitnessgeräten angelegt, die deutlich macht, wie sehr die Physik unseren Alltag bestimmt.

Ausdauertraining

ist gut für das Herzkreislaufsystem, dient der Gewichtsabnahme, gleicht Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen oder steife Gelenke aus, steigert das Leistungsvermögen. Mögliche Ausdauersportarten sind Laufen, Radfahren oder Schwimmen. Wer schon mal einen Marathon gelaufen ist, regelmäßig Aerobic macht oder auch nur hin und wieder joggen geht, weiß genau, wie viel Arbeit im Ausdauertraining steckt. Und er weiß auch, was er geleistet hat. Arbeit ist eben tatsächlich Kraft mal Weg, und Leistung Arbeit geteilt durch Zeit.

Geräte zur Ausdauersteigerung

Das Ergometer orientiert sich am Fahrrad und trainiert wetterunabhängig vor allem die Beinmuskulatur. Es können unterschiedliche Schwierigkeitsstufen eingestellt werden, regelmäßiges Training steigert die Ausdauer und allgemeine Fitness.
Spinning auf Indoorbikes ist eine ebenfalls auf dem Radfahren basierende Trainingsmethode. Der Übungsleiter oder Instructor gibt zu rythmischer Musik die Trittfrequenz vor und motiviert die Teilnehmer (Spinning wird meist in Gruppen trainiert). Weil jeder Beteiligte aber selbst den Widerstand bestimmen kann, ist diese Sportart sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet.

Am Ruderergometer werden die Bewegungen in einem Ruderboot simuliert: Beugen, Strecken und das Heranziehen von Gewichten trainiert nicht nur Arme und Beine, sondern den gesamten Rücken, die Schultern und das Gleichgewicht.
Auch ein Cross- oder Ellipsentrainer fördert alle Muskelgruppen. Er verfügt über ein Schwungrad, das mit Armstangen verbunden ist und eine Überkreuz-Bewegung ermöglicht. Er schont die Gelenke, fördert den Fettstoffwechsel und erhöht die Fitness auf schwungvolle Weise. Insgesamt werden all diese Geräte sowohl in der Medizin eingesetzt, zur Überprüfung und Steigerung der Ausdauer (wie ein Belastungs-EKG, bei dem Herzschlag, Pulsfrequenz und allgemein der Kreislauf getestet werden) oder für die Rehabilitation nach Krankheiten bzw. Unfällen, als auch im Freizeitsportbereich.

Kraft- und Beweglichkeitstraining

stärkt Knochen und Muskeln, die z.B. durch langes Sitzen vernachlässigt wurden, dehnt und streckt, setzt Endorphine frei, gibt Energie. Krafttraining besteht vor allem aus Wiederholungen. Bestimmte Bewegungsabläufe wie das Anheben von Gewichten (Hubarbeit) müssen mit konstanter Geschwindigkeit (Weg durch Zeit) wieder und wieder durchgeführt werden, sowohl um ein optimales Trainingsergebnis zu erreichen, als auch um Verletzungen zu vermeiden. Wer sich also mit Krafttraining beschäftigt, kennt sich automatisch mit Physik aus!


Geräte zum Muskelaufbau

Die meisten Geräte, die im Bereich Kraftrtraining zum Einsatz kommen, sind Bein- oder Armpressen bzw. Mischformen aus beidem. Unerlässlich vor Beginn des Trainings ist eine Aufwärmphase! Beinpressen sind vor allem für den Aufbau der Oberschenkelmuskulatur einsetzbar. Bei einer horizontalen Beinpresse sitzt man aufrecht und drückt entweder ein Gewicht oder aber den eigenen Körper in einer waagerechten Bewegung durch Beinkraft weg. Diese Übung sollte mit einer konstanten Geschwindigkeit je nach Leistungsvermögen wiederholt werden, anschließend ist der betroffenen Muskelgruppe unbedingt eine kleine Verschnaufpause zu gönnen.
Eine andere Beinstellung bietet die Pendelpresse. Auch hier sitzt man aufrecht, schiebt aber nicht mit den Füßen Gewichte von sich weg, bis die Beine ausgestreckt sind, sondern presst mit den an den Knien angewinkelten Beinen Gewichte entweder nach außen und führt die Knie dann langsam wieder zusammen, oder aber man beginnt außen und presst die Gewichte nach innen, bis sie sich an den Knien berühren, und bewegt sie anschließend langsam wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Hier muss deshalb so vorsichtig vorgegangen werden, damit die Muskeln nicht verletzt werden.
Armpressen funktionieren nach demselben Prinzip: Entweder werden Gewichte gleichmäßig vom Körper weg gedrückt, oder die erhobenen Arme, am Ellbogen um 90 Grad gebeugt, pressen Gewichte nach innen oder außen.
Hanteln und Hantelbänke kennt jeder zumindest aus Filmen, wenn nicht vom Selber-Ausprobieren. Außerdem gibt es Gewichte, die beim Joggen an die Beine oder um die Taille gebunden werden können, um den Kraftaufwand und damit die Leistung zu erhöhen.

Physikalisch gesehen ist das System überall das gleiche: Kraft ergibt sich aus Masse (der Gewichte) und Beschleunigung (Anheben, Drücken, Pressen der Gewichte), die geleistete Arbeit aus der aufgewendeten Kraft und dem Weg, die diese zurücklegt, und die verbrauchte Energie sorgt für nicht nur für Muskelaufbau und Ausdauersteigerung, sondern auch für ein Hochgefühl aus befriedigter Erschöpfung und frei gesetzten Endorphinen.

Koordinationstraining

verbessert das Zusammenspiel von Muskulatur und Nervensystem. Gleichgewicht und Orientierung sind immens wichtig für ein erfolgreiches Fitnesstraining. Möglichkeiten in Form zu bleiben sind z.B. Tanzen oder Kampfsport. Nicht vergessen: Kraft und Schnelligkeit sind ohne eine gewisse Körperspannung und Balance einfach nicht genug. Wer möchte schon gern von der Hantelbank fallen!

Tiny „Rocky“ Mottok

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